MUNLR 2025: Ozeane im Fokus

Wieso muss man überhaupt über Wasser debattieren? Ganz einfach: Etwa 70% unserer Erdoberfläche bestehen aus Wasser. Diese hohe Prozentzahl zeigt die Wichtigkeit unserer Meere, Flüsse und Seen im globalen Zusammenhang und genau aus diesem Grund sind die Kontrolle und der Schutz dieser Gewässer besonders wichtig. 

Natürlich reichte dieses Wissen nicht aus, um am 08. März erfolgreich am diesjährigen MUNLR (Model United Nations Lower Rhine), dem Schüler-Debattier-Event im Schloss Neersen teilzunehmen. Als gemeinsame Gastgeber organisierten das Gymnasium Fabritianum aus Krefeld und das Michael-Ende-Gymnasium dieses Event für die mehr als 80 Schüler aus 12 verschiedenen Schulen im Schloss Neersen. Alle Beteiligten waren dazu aufgerufen, sich gemeinsam über das diesjährige Thema „Ozeane und Meere“ hinsichtlich des biologischen Lebensraums, des Wirtschaftsprofits und der kulturellen Bedeutung dieses Raums debattierend auszutauschen. Und dies natürlich auf Englisch.
Beim MUNLR geht es z.B. darum, politische Krisensituationen oder gesellschaftliche Probleme vor dem jeweiligen historischen oder wirtschaftlichen Hintergrund zu diskutieren. So musste beispielsweise eine simulierte Notfallsituation, in der alle Delegaten eine schnelle Lösung für das Problem mit einem amerikanischen Kriegsschiff im Panama-Kanal finden sollten, effizient diskutiert werden. Die Teilnehmenden hatten dabei die Möglichkeit zwischen vier verschiedenen Komitees zu wählen. Zur Auswahl standen: der Sicherheitsrat, das Umweltschutz-Komitee, das Menschenrechtskomitee und der wirtschaftliche Bereich. Des Weiteren hatten die Schüler auch die Möglichkeit Führungspositionen, wie z.B. „Admin“ oder „Chair“, zu übernehmen.

Für das MEG agierten Carlotta Janßen (9E), Kilian Frenzen (8E) und Marla Welter (Q2) als „Chair“ und Lilli Jacobs (8E) übernahm als „Admin“ die Debatte.
Als spezieller Gast war beim diesjährigen Event der Gründer der Deutschen Meeresstiftung Frank Schweikert zu Besuch. Er führte die Teilnehmenden am Anfang mit einer kurzen Präsentation in das Thema ein, um dabei die Bedeutung der Meere für die Menschen hervorzuheben und um die Debatten inhaltlich anzustoßen. Dies gelang ihm ausgezeichnet, denn nach zahlreichen Reden und Gegenreden gab es zum Ende Auszeichnungen für den besten Sprecher oder „Newcomer“.

Beim diesjährigen Event wurde Carlotta Burbach (Q2) als beste Sprecherin des Umweltschutz-Komitees ausgezeichnet. Andere Teilnehmer haben ein Zertifikat für die Teilnahme als „Delegate“ oder „Chair“ erhalten.

Aber was nimmt man denn eigentlich als Teilnehmer des MUNLR am Ende mit? Für Emmanuelle Soilly, begleitende Lehrerin, ist besonders die persönliche Entwicklung der Schüler wichtig. „An einer solchen Debatte teilzunehmen erfordert neben der sprachlichen Kompetenz auch manchmal den nötigen Mut. Und es ist schön zu beobachten, wenn aus einer anfänglichen Zurückhaltung eine aktive Teilnahme erwächst und die jungen Menschen sich selbstbewusst äußern können.“

Den meisten Schülern des MEGs hat dabei nicht nur die angenehme Atmosphäre in den einzelnen Komitees gefallen, sondern auch:
„Ich fand es sehr schön, mal einen formelleren Einblick in die UN zu bekommen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es hat mir besonders Spaß gemacht, zuzusehen, wie ältere, erfahrene Schüler und Schülerinnen debattiert haben. Jetzt, nach der MUN, habe ich ein besseres Verständnis für das Debattieren. Dazu habe ich viele neue Vokabeln gelernt und kann die Debatten besser verstehen und mich auch besser vorbereiten.“ – Laura Kuß, 8E
„Als Newcomer fand ich persönlich das Event sehr spannend. Ich habe versucht mich vor der Veranstaltung gut vorzubereiten, um gut informiert zu sein. Während den Debatten habe ich mich sehr wohl gefühlt. Anfangs wollte ich nicht viel sprechen, doch mit der Zeit habe ich mich mehr getraut. Mir haben die Debatten sehr gefallen und ich fand die Veranstaltung sehr interessant. Ich fand es schön, dass man sich sicher fühlen konnte und ich wusste, dass die Leute mich verstehen werden, wenn ich Fehler mache. Es war eine neue Erfahrung für mich mit vielen anderen Schülern aus verschiedenen Schulen auf Englisch zu debattieren, insbesondere weil alles so formell war. Nach der MUN habe ich das Prinzip von Debatten noch besser verstanden.“ – Christina Kambarow, 9E
„Vor der Debatte habe ich mich viel mit meinem Land und dem Einfluss auf das Komitee beschäftigt. Mir hat die MUN sehr gefallen und ich fand, dass es sehr spannend war. Mir hat es besonders gefallen, dass alle so formell waren und dass die Veranstaltung sehr ernst genommen wurde. Am Anfang der Debatten habe ich erstmal nicht viel gesprochen. Nach einer Zeit, nachdem ich alles ein bisschen beobachtet habe, habe ich mich schon viel wohler gefühlt und auch mehrmals gesprochen. Nach der MUN habe ich verstanden, wie solche Debatten eigentlich richtig ablaufen.“ – Oscar Burbach, 9E
Wer Interesse am Debattier-Club hat und wer seine sprachlichen Fähigkeiten, insbesondere auf Englisch, erweitern möchte, kann sich gerne bei Frau Soilly oder bei Herr Dalli melden. Wir freuen uns immer über neue Debattier-Verstärkung.
Laura Kuß (8E) und Christina Kambarow (9E)