
Beim diesjährigen Regionalwettbewerb von Jugend forscht und Jugend forscht Junior, der wie immer hervorragend von der Unternehmerschaft Niederrhein organisiert wurde, nahmen drei Teams des Michael-Ende-Gymnasiums erstmalig teil. Alle eingereichten Arbeiten wurden von der Jury ausgezeichnet. Savvina Psarri und Alina Rimkevicius (beide 9d) freuten sich zudem über den Sonderpreis für Nachwachsende Rohstoffe. Theresa Lohheide (Q2) erhielt für ihre Arbeit einen dritten Preis.
Wie der Spruch sagt: „Vor den Erfolg setzen die Götter bekanntlich den Schweiß.“ In monatelangen Recherchen und Experimenten wurden vielfältige Themen erforscht. Lilly Ma (9d) beschäftigte sich mit Silikonölen in Kosmetika, die in der Natur nur schwer abgebaut werden und Mikroorganismen sowie andere Lebewesen schädigen können. Sie fand heraus, dass ein qualitativ überzeugendes Lipgloss auch mit einem silikonfreien Ersatz auf Olivenölbasis hergestellt werden kann.
Theresa Lohheide widmete sich der Frage, ob die Erzeugung von Licht durch Lumineszenz oder Phosphoreszenz ressourcenschonender und effizienter ist. Hinter diesen Begriffen verbergen sich Alltagsphänomene: Phosphoreszenz bezeichnet die Fähigkeit eines Stoffes, nach Bestrahlung mit sichtbarem oder UV-Licht im Dunkeln nachzuleuchten – wie etwa bei den Leuchtsternen im Kinderzimmer. Elektrolumineszenz ist das Aussenden von Licht nach Anlegen eines elektrischen Feldes, wie wir es von klassischen LEDs kennen.
Auch das Thema Plastikmüll, der uns überall begegnet, wurde von unseren Jungforscherinnen aufgegriffen. Die Produktion von Kunststoffen verbraucht fossile Rohstoffe, und die Entsorgung führt entweder zu Müll oder zur Freisetzung von CO₂. Doch auch anders geht es, wie Savvina und Alina zeigten: Sie stellten einen Kunststoff aus den nachwachsenden Rohstoffen Milchzucker, Essig und Speisestärke her, der sich gut für die Herstellung von Einweggabeln, Einwegschalen oder Pflanztöpfen eignet. Sie wiesen zudem nach, dass die Kompostierung in feuchter Erde mit Hilfe von Mikroorganismen gut funktioniert, während Sand oder trockene Erde nicht geeignet sind. Dafür erhielten sie den Sonderpreis „Nachwachsende Rohstoffe“, der von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e. V. und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gestiftet wird.
Insgesamt nahmen 290 Schülerinnen und Schüler mit 190 Projekten am Wettbewerb teil. Der 30. Regionalwettbewerb Niederrhein fand im Jubiläumsjahr von Jugend forscht im Krefelder Seidenweberhaus und Theater statt. Der Wettbewerb wird seit mittlerweile vierzig Jahren bundesweit ausgetragen.
Die Regionalsieger von 2023 sowie die Zweitplatzierten von 2024, Leon Kalinowski und Justus Tutt, waren in diesem Jahr nicht am Start. Entweder waren ihre Projekte zu umfassend oder notwendige, teure technische Geräte konnten nicht rechtzeitig beschafft oder finanziert werden. Doch die ersten spektakulären Projekte für Jugend forscht 2026 sind bereits „in der Pipeline“.
An dieser Stelle möchte ich mich im Namen meiner Jungforscherinnen und Jungforscher ganz herzlich für die motivierende und großzügige finanzielle Unterstützung durch den Förderverein des Michael-Ende-Gymnasiums bedanken.
Text und Fotos: Christoph Klüber

