Erdkunde Exkursion durch das Ruhrgebiet

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Q1 – Erdkundekurse
Am 29. Januar 2026 unternahmen die Erdkundekurse der Q1 eine Exkursion ins Ruhrgebiet, um den Strukturwandel der Region direkt vor Ort zu erleben. Um 7:30 Uhr starteten wir mit dem Bus. Wegen Schnee und morgendlichem Berufsverkehr kamen wir zwar etwas verspätet an, doch die winterliche Landschaft sorgte direkt für gute Stimmung.
Unsere erste Station war die Zeche Zollverein in Essen. Bevor die Führung begann, nutzten viele von uns den frischen Schnee erst einmal für eine kleine Schneeballschlacht, was für einen lustigen Start in den Tag sorgte. Danach erfuhren wir mehr über die Geschichte der Zeche. In ihrer Hochphase wurden hier täglich bis zu 12.000 Tonnen Kohle gefördert und Tausende Menschen arbeiteten im Bergbau. Heute gehört das Gelände zum UNESCO -Weltkulturerbe und wird vor allem kulturell genutzt, zum Beispiel durch Museen und Veranstaltungen.
Anschließend ging es weiter nach Bottrop zum Tetraeder. Die rund 120 Meter hohe Stahlkonstruktion dient eigentlich als Aussichtspunkt mit Blick über große Teile des Ruhrgebiets. Wegen des winterlichen Wetters konnten wir leider nicht hinaufgehen. Trotzdem erfuhren wir, dass Bottrop als sogenannte InnovationCity ein Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung ist und bereits große Fortschritte bei der Reduzierung von CO₂-Emissionen gemacht hat.
Danach fuhren wir nach Oberhausen zum Westfield CentrO. Dort hatten wir etwas Zeit, um etwas zu essen, durch die Geschäfte zu bummeln und eine Pause einzulegen. Das Einkaufszentrum gehört zu den größten Deutschlands und wurde auf dem Gelände eines ehemaligen Stahlwerks gebaut. Es ist ein gutes Beispiel für den Strukturwandel im Ruhrgebiet: Früher stand hier Industrieproduktion, heute dominieren Handel, Gastronomie und Freizeitangebote. Auch der nahegelegene Gasometer Oberhausen, der früher als Gasspeicher diente, wird heute für große Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.
Zum Abschluss besuchten wir den Landschaftspark Duisburg-Nord. Das ehemalige Hüttenwerk wurde nach seiner Stilllegung nicht abgerissen, sondern zu einem vielseitigen Park umgestaltet. Heute kann man dort auf alte Hochöfen steigen, klettern oder durch das Gelände spazieren. Zwischen den ehemaligen Industrieanlagen befinden sich außerdem Freizeitangebote wie ein Kletterpark oder ein Tauchbecken in einem früheren Gasometer. Abends werden die Anlagen bunt beleuchtet, was für eine besondere Atmosphäre sorgt.
Insgesamt war die Exkursion eine spannende und abwechslungsreiche Möglichkeit, den Strukturwandel im Ruhrgebiet besser zu verstehen und gleichzeitig einen interessanten Tag außerhalb der Schule zu verbringen.

Leonie Schmidt & Johanna Plachetka